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Proprietäre vs. nicht-proprietäre Zutrittskontrollsysteme

Erfahren Sie mehr über die Unterschiede zwischen proprietären und nicht proprietären Zutrittskontrollsystemen und wie Ihnen eine offene Architektur die Flexibilität bietet, sich an die sich wandelnden Anforderungen Ihrer Organisation anzupassen.

Wie unterscheiden sich nicht-proprietäre und proprietäre Zutrittskontrollsysteme voneinander?

Ganz gleich, ob Sie nach einer Zutrittskontrolllösung, Videoüberwachung oder einem anderen Sicherheitssystem suchen – vielleicht stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Was ist der Unterschied zwischen einem proprietären und einem nicht proprietären System?
  • Wodurch unterscheiden sich vereinheitlichte und integrierte Lösungen?
  • Welche Systemart bietet die beste Grundlage für Flexibilität und kontinuierliche Innovation?

Erfahren Sie, wie sich proprietäre und nicht proprietäre Systeme unterscheiden, welche Vorteile vereinheitlichte und integrierte Lösungen bieten und welche Lösung die beste Wahl für langfristige Flexibilität und den nachhaltigen Schutz Ihrer Investitionen in die physische Sicherheit ist.

Was ist ein proprietäres Zutrittskontrollsystem?

Ein proprietäres System basiert auf einer geschlossenen Architektur und wird innerhalb eines geschlossenen Ökosystems von einem einzigen Anbieter bereitgestellt. Das bedeutet, dass Sie Hardware, Software, Support sowie sämtliches Zubehör und alle Erweiterungen vom selben Technologieanbieter beziehen müssen.

Proprietäre Lösungen sind nicht mit Produkten anderer Anbieter kompatibel. In einigen Fällen sind Anbindungen an andere Technologien nur in dem Umfang möglich, den der Hersteller selbst unterstützt. Das bedeutet, dass Sie vollständig an das Produkt- und Dienstleistungsportfolio eines einzigen Anbieters gebunden sind.

Darüber hinaus sind Sie bei einem proprietären System darauf angewiesen, dass dieser Anbieter neue Funktionen und Lösungen entwickelt und veröffentlicht sowie Ihre Installation langfristig unterstützt und weiterführt.

Was ist ein nicht-proprietäres Zutrittskontrollsystem?

Ein nicht proprietäres System basiert auf einer offenen Architektur. Das bedeutet, dass es von Grund auf dafür entwickelt wurde, mit kompatiblen Technologien anderer Anbieter zusammenzuarbeiten. So können Sie nicht proprietäre Software eines Herstellers mit nicht proprietärer Hardware und Systemen anderer Anbieter kombinieren, beispielsweise mit Controllern, Lesegeräten oder biometrischen Technologien.

Dieses offene Ökosystem bietet Ihnen die Flexibilität, ein System zusammenzustellen, das optimal auf Ihre Anforderungen zugeschnitten ist. Wenn sich die Bedürfnisse Ihrer Organisation ändern oder neue Technologien auf den Markt kommen, haben Sie die Freiheit, Ihr System anzupassen und von den neuesten Innovationen zu profitieren.

Der Support wird in der Regel von mehreren Anbietern gemeinsam getragen. Zukunftsorientierte Technologiepartner arbeiten dabei eng zusammen, um Probleme schnell und effizient zu lösen.

Den Unterschied zwischen vereinheitlichten und integrierten Systemen verstehen

Einige Anbieter von Lösungen für die physische Sicherheit behaupten, dass Systemvereinheitlichung (Unification) und Systemintegration dasselbe bedeuten. Andere vertreten die Ansicht, dass eine Vereinheitlichung nur mit einem nicht proprietären System möglich ist oder eine geschlossene Architektur voraussetzt. Beide Aussagen sind jedoch nicht korrekt.

Die Fakten:

  • Proprietäre und nicht proprietäre Systeme können als vereinheitlichte Lösung von einem einzigen Anbieter bereitgestellt werden.
  • Eine nicht proprietäre, offene Architektur bietet die größten Möglichkeiten für Integrationen.
  • Vereinheitlichung und Integration können nebeneinander bestehen und sich gegenseitig ergänzen.

Vor diesem Hintergrund lohnt es sich, den Unterschied zwischen Vereinheitlichung und Integration genauer zu betrachten:

Vereinheitlichung bedeutet, dass verschiedene Produkte von Anfang an so entwickelt wurden, dass sie innerhalb einer einzigen Lösung nahtlos zusammenarbeiten. Im Bereich der physischen Sicherheit können dazu unter anderem Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Nummernschilderkennung, Gegensprechanlagen, Einbruchserkennung und weitere Systeme gehören.

Ein solches System ermöglicht es, Daten aus unterschiedlichen Quellen in einer zentralen Oberfläche zusammenzuführen. Das vereinfacht die Bedienung für Anwender und sorgt für einen besseren Überblick über sicherheitsrelevante Ereignisse.

 

Integration bezeichnet die Möglichkeit, verschiedene Produkte unterschiedlicher Hersteller miteinander zu verbinden. Diese Produkte werden in der Regel als eigenständige Lösungen entwickelt, können jedoch über SDKs (Software Development Kits) und APIs mit anderen Systemen verknüpft werden.

Die Tiefe und der Funktionsumfang solcher Integrationen können jedoch je nach Lösung variieren. Dies kann den Datenaustausch einschränken oder bestimmte Systemfunktionen begrenzen, wodurch die Zusammenarbeit zwischen den Systemen weniger nahtlos erfolgt.

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Vereinheitlichte physische Sicherheit

 

Hier sind einige wichtige Punkte, die Sie beachten sollten:

  • Eine vereinheitlichte Lösung kann auf einer geschlossenen Architektur basieren. In diesem Fall handelt es sich um ein proprietäres System, bei dem Sie ausschließlich auf die Geräte, Systeme und Dienstleistungen eines einzigen Technologieanbieters zugreifen können.
  • Ein vereinheitlichtes System kann jedoch auch auf einer offenen Architektur aufgebaut sein. In diesem Fall ist es nicht proprietär.
  • Neben den Systemen und Services des Technologieanbieters können Sie dann auch kompatible Geräte und Lösungen anderer Hersteller aus einem breiten Ökosystem von Technologiepartnern nutzen.

Dadurch profitieren Sie von den Vorteilen einer zentralen, vereinheitlichten Plattform, ohne auf die Flexibilität und Auswahlmöglichkeiten einer offenen Architektur verzichten zu müssen.

Die Wahl zwischen einem offenen und einem geschlossenen Zutrittskontrollsystem

Nachdem Sie nun die wichtigsten Begriffe kennen und verstehen, wie sich die verschiedenen Ansätze in Ihrer Sicherheitsumgebung unterscheiden, schauen wir uns an, wie sich dies auf die Auswahl einer Zutrittskontrolllösung auswirkt.

Was ist ein geschlossenes Zutrittskontrollsystem?

Eine proprietäre bzw. geschlossene Zutrittskontrolllösung wird von einem einzigen Anbieter bereitgestellt. Das bedeutet, dass Ihre Türleser, Controller, die Zutrittskontrollsoftware sowie weitere Geräte, Dienstleistungen und Supportleistungen von demselben Technologieanbieter stammen.

Einige argumentieren, dass proprietäre Lösungen komfortabler sind, da Sie nur mit einem Anbieter zusammenarbeiten und nicht mehrere Hersteller koordinieren müssen. Allerdings schränkt ein geschlossenes Zutrittskontrollsystem die Auswahlmöglichkeiten für Ihre Sicherheitsinfrastruktur erheblich ein.

Wenn Ihr Anbieter mit technologischen Entwicklungen nicht Schritt hält oder die Unterstützung für ältere Produkte einstellt, haben Sie nur begrenzte Alternativen. Dies kann dazu führen, dass Innovationen, Erweiterungen oder Modernisierungen nur eingeschränkt möglich sind.

Aus diesen Gründen setzen viele Organisationen zunehmend auf moderne Lösungen mit offener Architektur. Sie möchten von einer höheren Interoperabilität, größerer Wahlfreiheit und besserer Skalierbarkeit profitieren. Gleichzeitig wünschen sie sich Zugang zu fortschrittlichen Cybersicherheitsfunktionen.

Angesichts zunehmender Cyberbedrohungen und neuer physischer Sicherheitsrisiken können veraltete proprietäre Zutrittskontrollsysteme nicht nur die Sicherheitsinfrastruktur, sondern die gesamte Organisation gefährden. Daher gewinnt der Einsatz offener, zukunftssicherer Systeme immer mehr an Bedeutung.

Was ist ein offenes Zutrittskontrollsystem?

Ein nicht proprietäres bzw. offenes Zutrittskontrollsystem wurde auf Basis einer offenen Architektur entwickelt. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, Zutrittskontrollsoftware und Hardware verschiedener Hersteller auszuwählen und miteinander zu kombinieren.

Diese Flexibilität erlaubt es Ihnen, Entscheidungen zu treffen, die optimal zu den Anforderungen und Zielen Ihrer Organisation passen – und das in Ihrem eigenen Tempo.

Darüber hinaus können Sie bei einer Migration auf ein neues Zutrittskontrollsystem häufig vorhandene Hardware und Verkabelungen weiterverwenden. Das spart sowohl Zeit als auch Kosten bei der Umstellung.

Auch langfristig profitieren Sie von den Vorteilen einer offenen Architektur: Ältere Technologien lassen sich schrittweise durch neue Lösungen ersetzen, ohne dass das gesamte System ausgetauscht werden muss. Zudem können Sie Ihre Sicherheitsinfrastruktur flexibel erweitern, verkleinern oder einzelne Standorte nach Bedarf modernisieren, wenn sich die Anforderungen Ihrer Organisation ändern.

Vier Vorteile, die eine offene Architektur Ihrer Organisation bietet:

  • Arbeiten Sie mit Integrationspartnern Ihrer Wahl zusammen, um Ihre Zutrittskontrolllösung zu implementieren und zu betreuen. So profitieren Sie von einem breiten Netzwerk qualifizierter Integratoren sowie von kompetenter Beratung und technischem Fachwissen.

  • Genießen Sie maximale Freiheit bei der Auswahl Ihrer Technologien. Wählen Sie die Software und Hardware, die am besten zu Ihren Anforderungen passt, darunter Controller, Schlösser, Sensoren und weitere Komponenten.

  • Nutzen Sie die neuesten Innovationen im Bereich Zutrittskontrolle, etwa mobile Berechtigungen (Mobile Credentials), biometrische Lesegeräte, intelligente Verwaltungslösungen und viele weitere moderne Technologien.

  • Behalten Sie die Kontrolle über Ihr System. Tauschen Sie Technologien oder Anbieter bei Bedarf aus, ohne kostspielige „Rip-and-Replace“-Projekte durchführen zu müssen, bei denen die bestehende Infrastruktur vollständig ersetzt werden muss.

 

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Physische Sicherheit, auf die dauerhaft Verlass ist

 

Die Flexibilität der Cloud voll ausschöpfen

Wenn Ihnen ein hohes Maß an Flexibilität wichtig ist, sollten Sie bei der Auswahl Ihrer Zutrittskontrolllösung noch einen weiteren Aspekt berücksichtigen: Access Control as a Service (ACaaS).

ACaaS ist eine cloudnative Zutrittskontrolllösung, die von einem Technologieanbieter als abonnementbasierter Service bereitgestellt wird. Bei einer ACaaS-Lösung mit offener Architektur können bestehende Systeme einfach mithilfe cloudverwalteter intelligenter Controller und Appliances modernisiert werden. Dadurch lassen sich vorhandene Zutrittsleser weiterhin nutzen und gleichzeitig Technologien verschiedener Anbieter integrieren.

Mit einer offenen und vereinheitlichten ACaaS-Lösung schaffen Sie eine einfache und zukunftssichere Infrastruktur ohne herstellerbedingte Einschränkungen. Zudem können Sie Standorte schrittweise und im eigenen Tempo modernisieren.

Ein Hybrid-Cloud-Ansatz bietet dabei das Beste aus beiden Welten: Lokale Standorte und cloudbasierte Systeme werden auf einer gemeinsamen Plattform zusammengeführt. So können Sie unabhängig von Ihrem Standort Ereignisse, Berechtigungen und Karteninhaber zentral verwalten und behalten jederzeit den Überblick über Ihre gesamte Organisation.

Die Wahl zwischen proprietären und nicht proprietären Systemen

Unsere Welt wird immer stärker vernetzt – und das gilt auch für Zutrittskontrollsysteme. Unternehmen setzen zunehmend auf flexible, anpassungsfähige und benutzerfreundliche Lösungen für die physische Sicherheit, die mit ihren Anforderungen mitwachsen können.

Ganz gleich, ob Ihre Organisation expandiert oder neue Anwendungen in die bestehende Infrastruktur integrieren möchte: Mit der Migration zu einer offenen, nicht proprietären und vereinheitlichten Zutrittskontrolllösung schaffen Sie die Voraussetzungen, um sich flexibel an zukünftige Veränderungen anzupassen.

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